Werbung

Amnesty: IS nimmt in Rakka Zivilisten ins Visier

Terrormiliz töte laut der Organisation Menschen, die aus der syrischen Stadt zu fliehen versuchen

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Genf. In der umkämpften syrischen Stadt Rakka spielt sich laut Amnesty International eine blutige Tragödie ab. Hunderte Zivilisten seien seit Juni durch die ständig eskalierende Gewalt ums Leben gekommen. Mehrere Tausend Männer, Frauen und Kinder könnten nicht aus Rakka fliehen, warnte Amnesty am Donnerstag in London und stellte den Bericht »‘I won’t forget this carnage‘ – Civilians trapped in battle for Raqqa« vor. Die Zivilisten seien Angriffen »von allen Seiten« ausgeliefert, und die Terrormiliz »Islamischer Staat« (IS) töte Menschen, die flüchten wollten, durch Scharfschützen.

Die Terroristen hätten auch Sprengfallen errichtet, um Fluchtversuche aus ihrer »Hauptstadt« zu unterbinden, heißt es in einem Bericht der Menschenrechtsorganisation. Der IS missbrauche Einwohner als menschliche Schutzschilde. Zudem müssten die Menschen den Dauerbeschuss mit Artillerie der vorrückenden Rebellengruppe SDF und die Luftangriffe der US-Streitkräfte erdulden. Die Truppen des Diktators Baschar al-Assad wiederum setzten bei ihren Angriffen auf Rakka die international geächteten Streubomben ein.

»Amnesty fordert alle Konfliktparteien dazu auf, ihrer völkerrechtlichen Verpflichtung nachzukommen und alles zu tun, um das Leben von Zivilisten zu schützen und sichere Fluchtwege aus der umkämpften Stadt zu schaffen«, erklärte René Wildangel, Syrien-Experte bei Amnesty International in Deutschland.

Im Juni begannen die SDF-Rebellen und weitere Gruppen mit US-Hilfe den Angriff auf Rakka. Zudem griffen Assad-Truppen ein. Der »Islamische Staat« hatte weite Teile Syriens erobert, befindet sich aber auf dem Rückzug.

In Syriens Bürgerkrieg starben seit 2011 Hunderttausende Menschen. Millionen Männer, Frauen und Kinder sind auf der Flucht. Agenturen/nd

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen