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Von der DJ Lenki Balboa, die regelmäßig in den Berliner Institutionen SchwuZ, about blank und Cassiopeia auflegt, ist bekannt, dass sie »am liebsten die ganz großen Bassgeschütze auffährt«, wie die kundigen Veranstalter des diesjährigen »Pop-Kultur«-Festivals schreiben. Balboa wird heute nacht etwa ab 2.20 Uhr also mit Hip-Hop, Dancehall und ordentlich Bassgeboller das Festival standesgemäß beenden. Kurz vorher, gegen 22 Uhr, wird die Boiband ein Konzert geben, die tatsächlich keine Boyband ist, sondern ungefähr das Gegenteil davon: Die queere Band setzt sich etwa »für die Effeminisierung des Abendlandes« ein und engagiert sich für die »Gründung einer Stiftung, um Begrüßungsgeld an Trans*leute zu verteilen«. Das sind doch mal sinnvolle Anliegen. In ihren Texten, die sie mit dancefloortauglichem Elektropop begleiten, problematisieren sie stereotype Geschlechterzuschreibungen. tbl

Foto: Karime Benzakour Knidel

»Pop-Kultur«, 25.8., im Soda-Salon (Lenki Balboa) und im Maschinenhaus der Kulturbrauerei (Boiband), Prenzlauer Berg

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