Vom Bodensee zum Berberstamm

Über eine Frau die auszog, zum Islam konvertierte und eine Schule in Marokko gründete

  • Von René Jo. Laglstorfer
  • Lesedauer: ca. 7.5 Min.

Als wir unsere Tochter das erste Mal in Marokko besuchten, war das ein Schock für uns: kein Strom und kein fließendes Wasser. Unsere Steffi musste die Wäsche mit der Hand im Bach waschen«, sagt Bärbel Tapal. 15 Jahre ist es her, dass ihre Tochter Stefanie, geboren in Konstanz am Bodensee, das erste Mal nach Marokko reiste. Damals studierte die Baden-Württembergerin an der Fachhochschule Stuttgart Innenarchitektur. Zehn Tage dauerte die Exkursion, bei der sie nicht nur den Lehmbau Südmarokkos studierte, sondern sich auf Anhieb in das Land und seine Leute verliebte.

Der Reiseleiter ihrer Studentengruppe war Haddou Mouzon. »Nach der Exkursion in Marokko wollte ich unbedingt eine Zeit lang in diesem Land leben. Also entschied ich mich, das sechsmonatige Pflichtpraktikum während meines Studiums beim Denkmalamt in Marrakesch zu absolvieren«, erzählt Stefanie. Mit Haddou blieb sie über Briefe und Postkarten in Kontakt. Ende 2002 nahm er ...


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