Die Kraft des leeren Raumes

Vor 150 Jahren starb der britische Physiker und Naturphilosoph Michael Faraday. Von Martin Koch

  • Von Martin Koch
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.

Dass wir heute fast überall drahtlos im Internet surfen können, verdanken wir letztlich einem Mann, der nie eine Universität besuchte und sein ganzes Wissen autodidaktisch erwarb: Michael Faraday. Der ehemalige Buchbinderlehrling legte in der ersten Hälfte des 19. Jahrhundert den Grundstein für die Entdeckung der elektromagnetischen Wellen. Außerdem fand er heraus, dass ein Raum, der von leitfähigem Material (Draht, Blech etc.) umschlossen ist, frei von elektrischen Feldern bleibt. Solche Faradayschen Käfige bilden zum Beispiel Autos und Flugzeuge, deren Insassen somit bei einem Gewitter vor Blitzeinschlägen geschützt sind.

Faraday wurde am 22. September 1791 in Newington in der englischen Grafschaft Surrey als Sohn eines Hufschmieds geboren. Bis zu seinem zwölften Lebensjahr besuchte er die Tagesschule, wo er Lesen, Schreiben und Rechnen lernte. Danach arbeitete er als Laufbursche bei einem hugenottischen Auswanderer, der in Lond...


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