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Türkei: Kein Ende der Entlassungen

928 »verdächtige« Staatsangestellte wurden ihrer Posten enthoben

Ankara. In der Türkei sind mehr als 900 Staatsangestellte unter dem Verdacht der Verbindung zu »Terrororganisationen« entlassen worden. Unter den 928 Betroffenen, die mit einem neuen Notstandsdekret am Freitag ihrer Posten enthoben wurden, sind Beamte der Verteidigungs-, Außen- und Innenministerien sowie der Streitkräfte. Zudem wurde zehn pensionierten Brigadegeneralen ihr Rang aberkannt. Seit dem Putschversuch wurden bereits mehr als 140 000 Staatsangestellte entlassen oder suspendiert.

Mit einem zweiten Dekret wurde der Geheimdienst MIT, der bisher dem Ministerpräsidenten unterstand, dem Präsidenten unterstellt. Auch wurde eine neue Institution namens Nationales Geheimdienstkoordinierungskomitee ins Leben gerufen, das vom Präsidenten geleitet wird. Damit wird der Staatschef weiter gestärkt. Außerdem erhält der Geheimdienst erstmals das Recht, gegen Mitarbeiter des Verteidigungsministeriums und der Streitkräfte zu ermitteln. AFP/nd

Seiten 2, 4 und 20

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