Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Besonders wertvoll

Doku über Punkband

Der Dokumentarfilm »Wildes Herz« von Schauspieler Charly Hübner über die linke Punkband »Feine Sahne Fischfilet« hat von der Deutschen Film- und Medienbewertung (FBW) das Prädikat »Besonders wertvoll« erhalten. Der Film erzählt aus dem Leben des Frontmanns Jan »Monchi« Gorkow und ist eine Reise in dessen Heimat, ein Ausflug in das Spannungsfeld von Politik, rechter Gewalt und linker Gegengewalt im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern, wie die Jury auf der Internetseite der FBW mitteilte. »Feine Sahne Fischfilet« tauchte wiederholt im Verfassungsschutzbericht des Landes Mecklenburg-Vorpommern auf. Die AfD hatte in deshalb kritisiert, dass Hübners Filmprojekt mit 30 000 Euro von der Kulturellen Filmförderung des Landes unterstützt wurde.

Die Dokumentation zeige offen, dass einige Texte der Band politisch-radikal, wenn nicht gar gewaltbetont sind, so die Jury. Man sei beeindruckt gewesen von der Offenheit, mit der Frontmann Gorkow vor der Kamera agiert: »Als kleines Kind ein hyperaktiver Junge, als Jugendlicher ein Fußballhooligan, der Spaß daran hat, Straftaten zu begehen und sich mit Polizisten zu prügeln, als junger Erwachsener der Sänger einer Politpunkband.« Gorkow gebe vor der Kamera genauso ungeschützt wie spontan zu, er habe noch immer Rassismus und Sexismus im Kopf.

Kritik übte die Jury an teilweise mangelnder Distanz. Die Dokumentation neige hier und da dazu, in Richtung linker Heldenverehrung abzudriften, hieß es. Dennoch schätze die Jury Hübners Film als eine wichtige wie mutige Bestandsaufnahme zur politischen Situation in Mecklenburg-Vorpommern. Kinostart für »Wildes Herz« ist am 30. November. dpa/nd

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln