Werbung

Afrikas Jugend begehrt auf

Forderung nach Ende der Misswirtschaft

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

In vielen afrikanischen Ländern haben sich in den vergangenen vier oder fünf Jahren junge Menschen zusammengetan, die sich mit den politischen Verhältnissen nicht mehr abfinden wollen und von ihren Regierungen Rechenschaft fordern. Durch soziale Medien wie Facebook oder Twitter sind sie über die Landesgrenzen hinweg miteinander in Kontakt und verbreiten ihre Botschaften über unterschiedliche Kanäle im Internet. Ein Ausdruck dieser Bewegung ist die Initiative »Africans Rising«, gegründet im Sommer 2016. Unter Hashtags wie AfricansRising, AfricaWeWant oder EndInequality twittern junge junge Afrikanerinnen und Afrikaner ihre Gedanken, Visionen und Forderungen. Da heißt es zum Beispiel: »Wir sind es leid, zum Schweigen gebracht, unterdrückt und isoliert zu werden.« Oder: »Wir haben ein Recht auf Frieden, gesellschaftliche Teilhabe und einen Anteil am Reichtum.«

Das Schlagwort vom Aufstieg Afrikas, »Africa rising«, wurde 2011 von der britischen Wochenzeitschrift »The Economist« populär gemacht und bezog sich auf das wirtschaftliche Wachstum. Tatsächlich wuchs das Bruttosozialprodukt vieler afrikanischer Länder in den vergangenen Jahren stark, in zum Teil zweistelligen Raten. Gleichzeitig sanken Millionen von Afrikanern tiefer in Armut, weil die Regierungen das Volk nicht am Reichtum beteiligen. Die Initiatoren von »Africans Rising« greifen das Schlagwort von Afrikas Aufstieg auf, deuten es um, ziehen es von der wirtschaftlichen auf die politische Ebene: »Africans Rising for Justice, Peace and Dignity« lautet der vollständige Name, »Afrikaner begehren auf für Gerechtigkeit, Frieden und Würde«.

Viele junge Aktivsten sehen sich in einer Linie mit Unabhängigkeitskämpfern wie Kwame Nkrumah (Ghana), Patrice Lumumba (Kongo), Nelson Mandela (Südafrika) oder Julius Nyerere (Tansania). Die neue Bewegung ist aber unbedingt gewaltfrei. Die Aktivisten streben keine politischen Posten an, keine Beteiligung an der Regierung. Stattdessen wollen sie in vollem Sinne Bürger sein: Sie fordern ihre Rechte ein, wollen die Regierenden kontrollieren - und im Gegenzug ihre Pflichten als Bürger erfüllen. ber

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Noch kein Abo?

Jetzt kostenlos testen!

14 Tage das »nd« gratis und unverbindlich als App, digital oder gedruckt.

Kostenlos bestellen