Kiew am Ziel seiner Träume

Die Ukraine hat sich verändert und ist dennoch längst kein EU- und NATO-Mitglied

  • Von Denis Trubetskoy, Kiew
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Das Assoziierungsabkommen zwischen der Ukraine und der EU tritt an diesem Freitag in Kraft. Damit erfüllt sich Kiew einen lang gehegten Traum. Denn spätestens seit 2010 war das Assoziierungsabkommen mit der EU das erklärte Ziel der ukrainischen Politik. Seit seinem Amtsantritt arbeitete der damalige Präsident Wiktor Janukowitsch, der dessen ungeachtet als prorussisch galt, mit Hochdruck an dem Abkommen und dessen Unterzeichnung.

Doch im November 2013 folgte die überraschende Kehrtwende. Sie provozierte eine Reihe von Ereignissen, die die Ukraine für immer verändert haben. Janukowitsch legte die Verhandlungen mit der EU auf Eis, das wurde der Beginn der Maidan-Revolution. Im Zuge eines Machtwechsels musste Janukowitsch nach Russland fliehen. Es folgten die Krim-Krise und der noch immer andauernde Krieg im Donbass.

Doch anders als gedacht, war das Assoziierungsabkommen, das die europäische Integration zum Staatsziel Nummer eins...


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