Zocken im Zoo

Von Udo Bartsch

Abends im Tierpark gehen nach und nach die Lichter aus. Die Besucher verlassen das Gelände, die Pfleger machen Feierabend. Doch dann gehen die Lichter heimlich wieder an. Unbemerkt schwingen sich die Schimpansen in die Wagen der Wärter, die Murmeltiere teilen mit rot-weißem Band die Strecke ab, ein nächtliches Autorennen startet.

»Crazy Race« mit seinen vielen lustigen Details spricht alle Altersgruppen sofort an, Kinder wie Erwachsene. Folgerichtig gewinnt manchmal der Taktiker und manchmal der Glückspilz.

Um mit ihrem Gefährt voranzukommen, dürfen die Spieler beliebig viele Würfel werfen. Das klingt unglaublich, doch erwartungsgemäß gibt es einen Haken: Jeder Wagen hat ein Limit. Beträgt das Limit neun, darf nicht mehr als neun gewürfelt werden. Geschieht es dennoch, rückt das Auto nur ein Feld vor. Erzielt der Spieler wie erhofft neun oder weniger, darf er so viele Felder vor, wie er Würfel benutzt hat. Das können recht viele Schritte auf einmal sein, manchmal sind es sehr wenige; die Würfel tragen nicht die üblichen Augenzahlen.

Alle zwei bis drei Runden müssen alle Spieler ein neues Zugtier auswählen. Jedes hat seine speziellen Vorteile. Der Büffel z.B. trampelt über fremde Rennwagen einfach hinweg. Der Gepard sprintet wie kein anderer. Einige Tiere bringen nach dem Zieleinlauf noch Bonusschritte. Und weil der Letzte so noch auf dem ersten Platz landen kann, geht es oft spannend bis zur letzten Sekunde zu.

»Crazy Race« von Alessandro Zucchini, Ravensburger, für zwei bis fünf Spieler ab 8 Jahre, ca. 33 Euro.

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