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SEK-Einsatz bei Antifa-Demo in Wurzen

400 Linke protestieren gegen Rassismus und rechte Strukturen in der sächsischen Kleinstadt / Neonazis versuchen Protest zu stören

Wurzen. Abgesichert von einem massiven Polizeiaufgebot sind in Wurzen bei Leipzig Hunderte linksgerichtete Demonstranten gegen Rassismus und Neonazis auf die Straße gegangen. Bis zu 400 Menschen zogen am Sonnabend nach Angaben der Versammlungsbehörde durch die Stadt. Zu dem Protestzug hatte das linksradikale Bündnis »Irgendwo in Deutschland« aufgerufen. Anmelder war einer der Sprecher der Hamburger Roten Flora, Andreas Blechschmidt. Er hatte auch die »Welcome to hell«-Demonstration während des G20-Gipfels Anfang Juli mitorganisiert.

Die Demonstration stand unter dem Motto »Das Land – rassistisch, Der Frieden – völkisch, Unser Bruch – unversöhnlich«. Im Aufruf dazu hieß es, die 16.000 Einwohner zählende Stadt solle »entnazifiziert« werden. Wurzen sei seit mehr als 20 Jahren Schwerpunkt neonazistischer Gewalt und Strukturen in der Region und stehe zugleich exemplarisch für die Situation in Sachsen.

Die Veranstalter warfen außerdem stadtbekannten Neonazis vor, an einem Überfall Rechtsradikaler auf eine Straße im linken Leipziger Szene-Stadtteil Connewitz im Januar 2016 beteiligt gewesen zu sein.

Neben anderen Einheiten der Polizei war auch das Spezialeinsatzkommando (SEK) der sächsischen Polizei deutlich sichtbar vor Ort, ebenso mehrere Wasserwerfer. Über der Stadt kreiste ein Polizeihubschrauber. Insbesondere der SEK-Einsatz wurde von Teilnehmern der linken Demo und Beobachtern als völlig überzogen kritisiert.

Wiederholt kam es am Rande des Demonstrationszuges zu Aufeinandertreffen mit erkennbar Rechtsradikalen. Die Polizei hielt die Lager strikt auseinander. Es blieb zunächst bei verbalen Auseinandersetzungen und Beschimpfungen. Agenturen/nd

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