Werbung

Der Fall Jemen

Roland Etzel zur Ankündigung einer Untersuchung von Kriegsverbrechen

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Kein Krieg ohne Kriegsverbrechen. Auch beim nun schon ins dritte Jahr gehenden jemenitischen Bürgerkrieg ist das so; vor allem seit es immer weniger Auseinandersetzungen zwischen verfeindeten Clans, Sekten und Stämmen sind, die es in Jemen beinahe zu allen Zeiten gegeben hat, sondern ein Vernichtungskrieg der regionalen Großmacht Saudi-Arabien.

Riad will um jeden Preis die ihm ergebene Gruppe um den gestürzten Präsidenten Hadi an die Regierung zurückbomben - koste es, was es wolle. Es kostet vor allem das Leben von Zivilisten: durch den Bombentod aus der Luft, durch Cholera infolge zerstörter Wasser-Reservoirs, durch Verhungern wegen der gnadenlosen Blockade zu Lande und zur See.

Das UN-Hochkommissariat für Menschenrechte, das nun verkündet hat, Beweise sammeln zu wollen, um Schuldige an Kriegsverbrechen in Jemen zu überführen, hätte also keine sonderlich knifflige Aufgabe, seinen Beschluss in die Tat umzusetzen. Schon jetzt könnte daher der UN-Sicherheitsrat für den Fall der Schuldigsprechung Saudi-Arabiens - woran niemand zweifelt, nicht einmal Riad selbst - Zwangsmaßnahmen gegen das Königshaus beschließen; z.B. ein Waffenembargo. Dann müssten die USA, ohne deren Logistik kein saudischer Todesvogel aufsteigen könnte, Farbe bekennen. Man ahnt, wie die Sache ausginge.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen