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Freispruch für Gentechgegner

Kein Schadenersatz wegen Feldbefreiungsaktion

Berlin. Neun Jahre nach einer spektakulären Feldbefreiungsaktion der Gruppe »Gendreck weg« in Gatersleben hat das Oberlandesgericht Naumburg eine Schadensersatzklage des Institutes für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) endgültig abgewiesen. Die Richter urteilten, das Institut habe nicht nachweisen können, dass der Freisetzungsversuch von gentechnisch veränderten Weizenpflanzen aufgrund der Aktion nicht auswertbar war.

Im April 2008 hatten sechs Feldbefreier auf dem Versuchsfeld des IPK Pflanzen zerstört. Sie wollten die seit 100 Jahren weltweit gesammelten Weizensorten der Genbank Gatersleben vor dem Risiko der Kontamination schützen. Proteste von Wissenschaftlern, eine Petition mit 200 000 Unterschriften und eine Klage hatten die Freisetzung nicht verhindern können. Ein Strafverfahren gegen die Aktivisten wurde 2013 eingestellt.

»Risikotechnologie gepaart mit Unvermögen ist eine sehr gefährliche Mischung«, erklärte Rechtsanwältin Katrin Brockmann jetzt. Sie bedauerte, dass Fragen des Notstandsrechts, auf das sich die Aktivisten berufen hatten, in dem Verfahren nicht bearbeitet wurden. Seit 2011 ist die Freisetzung gentechnisch veränderter Pflanzen in Deutschland untersagt. nd

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