Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Design in Bananenkisten

Leuchtenburg bereitet Ausstellung zum Bauhaus-Jubiläum vor

Kahla. Auf der Leuchtenburg bei Kahla steht eine Sammlung mit Schätzen aus der Bauhaus-Zeit im Mittelpunkt des Interesses von Leipziger Museologie-Studenten. Drei Studierende der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur haben damit begonnen, die Sammlung des Berliner Design-Historikers Dieter Högermann (1934-2012) aufzuarbeiten, wie die Stiftung Leuchtenburg mitteilte. Die spektakulärsten Stücke sollen nach Angaben von Direktorin Ulrike Kaiser in einer Sonderausstellung zum Bauhaus-Jubiläum erstmals öffentlich präsentiert werden. In Deutschland wird 2019 die Gründung der berühmten Designschule 100 Jahre zuvor in Weimar begangen.

Högermann war laut Stiftung viele Jahre für verschiedene Museen in der Bundeshauptstadt als Kurator tätig, außerdem als Fachautor und als Sachverständiger für ein Design- und Kunsthaus in München. Als Privatsammler konzentrierte er sich auf die sogenannte gute Form.

»Noch vor seinem Tod hat Dieter Högermann uns seine umfangreiche und hochwertige Design-Sammlung in Bananen-Kisten für die Porzellan-Welten übertragen«, sagte Kaiser. Darunter sind Arbeiten von namhaften Designern wie Hedwig Bollhagen, Matteo Thun und Heinrich Löffelhardt sowie Stücke aus den Manufakturen Rosenthal, Kahla, Jenau-Burgau, Kopenhagen, Wien und der Königlichen Porzellan-Manufaktur Berlin. Die Sammlung des Historikers füllt insgesamt 1100 Bananen-Kisten.

»Im Hinblick auf das Bauhaus-Jubiläum 2019 werden sie jetzt ausgepackt und der Inhalt Stück für Stück inventarisiert und museal aufbereitet«, berichtete Kaiser. Unterstützung bekommen die drei Studenten dabei durch ein Digitalisierungsteam des Thüringer Museumsverbandes. Die Leuchtenburg-Direktorin geht davon aus, dass sich die Arbeiten noch bis weit in das kommende Jahr dauern werden. dpa/nd

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln