Werbung

Varoufakis: Deutschland hat es nicht »geschafft«

Früherer griechischer Finanzminister warnt vor Gefahren der Leistungsbilanzüberschüsse für die Bundesrepublik und Europa

Unterstütze das nd mit einem monatlichen Beitrag

Minimum 2,50 Euro/Monat

...oder einem Abo oder einer Spende:

  • Wählen Sie ein Abo:

    • Online-Abo
    • Kombi-Abo
    • Print-Abo
    • App-Abo
    Lesen Sie das »nd« wo und wann Sie wollen. Mit dem Online-Abo erhalten Sie Zugang zu allen Artikeln in elektronischer Form auf unserer Webseite und dazu das nd-ePaper. Zum Online-Abo
    Mobil, kritisch und mit Links informiert:
    neues deutschland als ePaper – und am Wochenende im Briefkasten!
    Prämie: Das nd-Frühstücksbrettchen. Der Wegbegleiter für den Start in den Tag.
    Zum Kombi-Abo

    Lesen Sie das »nd« wo und wann Sie wollen. Mit der nd-App erhalten Sie Zugang zur Zeitung in elektronischer Form als App optimiert für Smartphone und Tablet.

    Die nd-App gibt es für iOs und Android.

    Zum App-Abo
  • Per Überweisung:

    Stichwort: nd-paywall

    Berliner Bank
    IBAN: DE11 1007 0848 0525 9502 04
    SWIFT-CODE (BIC): DEUTDEDB110

    Per Paypal

    PayPal

    Per Sofortüberweisung

    Sofortüberweisung

    Ich habe bezahlt.

  • Ich bin schon Abonnent
    Login

    Passwort vergessen?

  • Vielleicht später...

Berlin. Der frühere griechische Finanzminister Yanis Varoufakis hat sich zum Wahlkampf in Deutschland zu Wort gemeldet und vor den Gefahren der Überschüsse in der Leistungsbilanz gewarnt. In einem Gastbeitrag für die »Deutsche Welle« schreibt der Ökonom, die Mehrheit in Deutschland leide unter der Illusion, dass es in dem Land »gut laufe« und wiege sich damit in »falscher Sicherheit«. Die erzeugten Überschüsse seien jedoch Vorboten für »große Härten«, die die meisten Deutschen in Zukunft zu erleiden haben würden. Varoufakis zeigt sich besorgt, dass diese Gefahren im Wahlkampf nicht thematisiert werden.

Der Leistungsbilanzüberschuss, der bei fast zehn Prozent liegt, bedeute, dass die Bundesrepublik ihre Ersparnisse in Defizitländern investieren müsse. Der ehemalige griechische Finanzminister warnte davor, mit diesen Investitionen Blasen zu erzeugen, die »irgendwann platzen müssen«. Ebenso gefährlich sei es, sich auf den Kapitalzufluss von Frankfurter Banken zu verlassen, um die Zahlungsunfähigkeit eben dieser Defizitländer zu überdecken. Und schließlich basiere der Haushaltsüberschuss auf Negativzinsen, die die deutschen Pensionskassen belasteten.

Der Ökonom weist zudem auf die Probleme hin, die deutsche Überschüsse in Europa mit sich bringen. Jeder Überschuss gehe mit einem Defizit in anderen Ländern der Währungsunion einher – das politische Establishment in Deutschland preise mit der wirtschaftlichen Stärke des Landes also problematische Ungleichgewichte in Europa.

Angesichts der bevorstehenden Bundestagswahlen versuchten nun die deutschen Mitglieder der europäischen Demokratiebewegung »DiEM25« diese Fragen im Wahlkampf auf die Tagesordnung zu setzen, kündigte Varoufakis an. nd

PYEONGCHANG 2018

Ein politischer Blick auf die Winterspiele.

14 Tage kostenlos und unverbindlich: Testzugang zu unserem Digitalabonnement.

Jetzt testen!