Werbung

Bieterfrist endet

Ex-Rennfahrer Niki Lauda will Teile von Air Berlin

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Wien. Kurz vor Ende der Bieterfrist für Air Berlin hat Ex-Rennfahrer und Unternehmer Niki Lauda sein Interesse an der insolventen Fluggesellschaft bekundet. Gemeinsam mit dem Reisekonzern Thomas Cook und dessen Airline Condor will er rund 100 Millionen Euro für Teile von Air Berlin bieten, wie er österreichischen Medien sagte. Der Flugbetrieb bei Air Berlin stabilisierte sich unterdessen am Donnerstag.

Lauda will gemeinsam mit den Partnern die einst von ihm gegründete Airline Niki sowie 17 Flugzeuge von Air Berlin erwerben, wie der mehrfache Formel-1-Weltmeister sagte. Die Kombination mit Thomas Cook und Condor sei »ideal«, da auf diese Weise eine Auslastung der Flugzeuge gewährleistet werden könne. Außerdem solle die nicht insolvente Niki wieder auf den Markt der Charterflüge gebracht werden.

Die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft hatte Mitte August Insolvenz angemeldet. Am Freitag endet die Bieterfrist. Es gibt eine Reihe von Interessenten für die Airline, die seit Jahren rote Zahlen schreibt, aber begehrte Start- und Landrechte hält. Die meisten haben sich nach dem Insolvenzantrag vor vier Wochen gemeldet. Vorstandschef Thomas Winkelmann hatte schon im Frühjahr die Partnersuche ausgerufen, mindestens seitdem gibt es Gespräche mit der Lufthansa. Der deutsche Marktführer könnte rund 90 der 144 Flugzeuge übernehmen, hieß es. Verhandelt wird laut Air Berlin mit drei weiteren Airlines. Beobachter nennen unter anderem Easyjet. Interesse angemeldet hat auch der Nürnberger Unternehmer Hans Rudolf Wöhrl. Als letzter brachte sich der chinesische Betreiber des Flugplatzes Parchim ins Gespräch. Nächste Woche berät der Gläubigerausschuss über die Angebote.

Begleitet wurde der Bieterkampf zuletzt von etlichen Flugstreichungen am Dienstag und Mittwoch, weil sich nach Angaben von Air Berlin rund 150 Piloten krankgemeldet hatten. Am Donnerstag sank der Krankenstand deutlich, sagte eine Sprecherin. Zwar gebe es noch »leichte Nachwirkungen«, die Airline erwarte aber einen »normalen Flugbetrieb«. Agenturen/nd

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!