Werbung

Bayern will Schnellwege für Radfahrer testen

Pendler sollen zum Umstieg vom Auto bewegt werden

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Nürnberg. Bessere Luft und weniger Staus: Mit Radschnellwegen in Ballungsräumen will Bayern Berufspendler zum Umstieg vom Auto aufs Fahrrad bewegen. In einer Machbarkeitsstudie für den Großraum Nürnberg wurden sieben Trassen genauer untersucht. Die Kosten für den Ausbau würden auf 150 Millionen Euro geschätzt, sagte Verkehrsminister Joachim Herrmann (CSU). Dies sei nicht »spottbillig«, relativiere sich aber, wenn man die Ausgaben für Straßenbau und ÖPNV vergleiche. »Lassen Sie uns gemeinsam in die Pedale treten, um Radschnellwege möglichst zügig zu realisieren.«

Nürnbergs Oberbürgermeister Ulrich Maly (SPD) betonte: »Wir sind wild entschlossen, uns auf den Weg zu machen.« Baureferent Daniel Ulrich hält es für realistisch, dass 2020 mit ersten Baumaßnahmen begonnen werde. 60 Prozent der Pendler in Nürnberg nutzen laut Maly das Auto - von ihnen wiederum die Hälfte haben nur eine Strecke von weniger als zehn Kilometern. Auch dank der E-Bikes sei es nicht unrealistisch, einige von ihnen zum Radfahren zu bringen.

Bayern habe keine Erfahrungen mit Radschnellwegen, meint Herrmann. Kürzere Strecken gibt es laut Ulrich bislang nur in NRW und Niedersachsen. Wenn es gelinge, fünf bis sieben Prozent der 400 000 bis 500 000 Auto-Pendler in Nürnberg zum Umstieg zu bewegen, sei dies schon »spürbar«.

Ziel Bayerns sei, den Anteil der Radler am Gesamtverkehr bis 2025 auf 20 Prozent zu erhöhen, so Herrmann. Das wäre in etwa eine Verdopplung im Vergleich zur letzten Erhebung 2008. Kommunen, Freistaat und Bund sollten nun die Detailplanungen vorantreiben. Sofern das Land nicht selbst für den Bau zuständig sei, wolle es die Kommunen finanziell unterstützen. »Auch der Bund will Radschnellwege künftig fördern.«

Bereits jetzt investiere Bayern jährlich rund 40 Millionen Euro in Radwege. »Es ist durchaus möglich, diesen Betrag bei Bedarf weiter zu steigern«, sagte Herrmann. Das Land hat zudem die Hälfte der Gutachterkosten von 170 000 Euro getragen.

An der Nürnberger Studie beteiligt waren fünf Städte und vier Landkreise. Auf den sieben Trassen haben Planungsbüros rund 600 Einzelmaßnahmen vorgeschlagen. Insgesamt sollen die Strecken rund 100 Kilometer lang sein. In München läuft derzeit eine Studie zu einer Strecke von München nach Garching. dpa/nd

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!