Werbung

Merkels Auto-Wischiwaschi

Kurt Stenger über den Umgang der Kanzlerin mit dem Dieselskandal

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Die Kanzlerin weiß genau, wann sie mal besser wieder die Samthandschuhe auspackt: Nur ein kleines bisschen »du du« wegen des Dieselskandals, aber dafür viel Rückendeckung für eine noch ganz lange, für die Konzerne hoch profitable Zukunft des Verbrennungsmotors gab es von Angela Merkel bei ihrer Eröffnungsrede auf der Automesse IAA in Frankfurt. Scharfe Worte wie »Betrug« vermied sie - anders als beim TV-Duell mit Martin Schulz, das ja der ganz normale Wähler verfolgte.

Zwei Jahre nach Beginn des Dieselskandals hat sich im politischen Umgang endlich etwas getan: Während lange Zeit Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) den Ton angab, der sich in allem schützend vor die deutsche Autoindustrie stellte, ist das Thema im Wahlkampf nun Chefsache. Und die Kanzlerin versucht eine geschickte Gratwanderung: Sie will es hunderttausenden Familien, denen die Autokonzerne Lohn und Brot geben, genauso recht machen wie den Millionen betrogenen Dieselkäufern. Daher gibt es mittlerweile ein paar mahnende Worte gegenüber VW, BMW und Daimler, die Motorentechnik und Software zu verbessern, ohne dass aber ernsthaft gegen den Betrug vorgegangen wird: Fahrverbote sollen unbedingt vermieden werden, zumal sie viele Stimmen kosten würden. Dobrindts Weißwäsche ist out - in ist Merkels Auto-Wischiwaschi.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Noch kein Abo?

Jetzt kostenlos testen!

14 Tage das »nd« gratis und unverbindlich als App, digital oder gedruckt.

Kostenlos bestellen