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Seit Monaten war klar, dass der Deutsche Basketball Bund (DBB) nach der am Sonntag beendeten Europameisterschaft einen neuen Bundestrainer brauchen würde. Der Wunschkandidat war auch bekannt: Henrik Rödl. Er passte zu gut ins Profil, um ihn zu ignorieren. Am Montag gab der DBB nun offiziell seine Beförderung vom Assistenten zum Chef bekannt.

Rödl ist einer der erfolgreichsten Basketballer Deutschlands, auch wenn er es nie ins Rampenlicht der NBA geschafft hat. Keiner, der pro Spiel 30 Punkte erzielte, aber ein Trainerliebling. Er spielte mit Herz und Verstand, machte die kleinen Dinge richtig, die über Sieg und Niederlage entscheiden, und konnte gleichzeitig seine Mitspieler mitreißen.

Mit 20 Jahren war der Offenbacher in die USA gegangen, um sich an der University of North Carolina, der Alma Mater von Basketballlegende Michael Jordan, mit den Besten seines Alters zu messen. 1993 gewann er die College-Meisterschaft und gleich danach noch die EM im eigenen Land. Es ist bis heute der einzige internationale Titel deutscher Basketballer. Es folgten sieben deutsche Meisterschaften mit Alba Berlin und 2002 in einer runderneuerten Nationalmannschaft - inklusive eines gewissen Dirk Nowitzki - erstmals WM-Bronze.

Zur nächsten Generation, die international erfolgreich spielen will, hat Rödl auch längst einen guten Draht. Schließlich war er seit 2014 Trainer der A2-Auswahl, einer Perspektivmannschaft fürs Nationalteam. Fünf der zwölf Spieler, die bei der EM gerade Fünfte wurden, sind durch Rödls Schule gegangen. 2016 wurde er zudem Assistent von Bundestrainer Chris Fleming, den er jetzt ersetzen wird.

Fleming hört auf, weil er nebenbei in der NBA trainiert. Aufgrund des neuen Terminkalenders sind beide Rollen nicht mehr vereinbar. Auch als Trainer hat es Rödl nie in die beste Liga der Welt geschafft, weshalb er nun das Nationalteam übernehmen kann. Zu seinem Verdruss wird er in den anstehenden WM-Qualifikationsspielen aber auch auf all seine NBA-Spieler verzichten müssen. Immerhin kennt Rödl die zweite Reihe dahinter ja ganz gut.

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