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Über 200 Pfarrer gegen Aufrüstung

Geistliche der evangelischen Kirche schreiben offenen Brief an Verteidigungsministerin von der Leyen

  • Lesedauer: 2 Min.

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Berlin. Über 200 Vertreter der Evangelischen Kirche wenden sich in einem offenen Brief an Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) gegen eine weitere Aufrüstung der Bundeswehr. Keinem der großen Weltprobleme sei durch ein noch mehr an Rüstung und durch immer größere Armeen beizukommen, zitierte die »Berliner Zeitung« am Donnerstag in ihrer Online-Ausgabe aus dem Brief.

Der Brief wurde von den Pfarrern Klaus Galley, Almuth Berger und Siegfried Menthel aus Berlin und Eichwalde geschrieben. Zu den Mitunterzeichnern zählt unter anderem Friedenspreisträger Friedrich Schorlemmer.

Die Ministerin hatte vor kurzem erklärt, dass sie dem Bundestag »einen 130-Milliarden-Euro-Plan für die Zeit bis 2030 vorgelegt« vorlegen wolle. Der sei »das Minimum von dem, was wir brauchen«, wird die Ministerin in dem Brief der Pfarrer zitiert. Die appellieren an die CDU-Politikerin sich lieber um den Welthunger zu kümmern: »Wir sind Christen und möchten Sie als Christin, als Frau und als Mutter fragen, wie Sie eine solche Forderung verantworten können in einer Zeit, da nahezu eine Milliarde Menschen an Hunger und Unterernährung leiden, große Armuts-Fluchtbewegungen das internationale Zusammenleben belasten und der Schutz der bedrohten Umwelt viel größere Anstrengungen erfordert als bisher.«

Die unterzeichnenden Geistlichen meinen in vielen Teilen der Welt sei sichtbar, wie durch größere Armeen bestehende Konflikte verschärft und verlängert würden. Außerdem würden die durch Militärausgaben gebundenen Mittel dem Einsatz gegen Hunger und Elend entzogen. AFP/nd

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