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Puerto Rico ohne Strom

Hurrikan »Maria« verwüstet Karibikinsel

San Juan. Überflutungen, zerstörte Häuser, ein landesweiter Stromausfall: Die Karibikinsel Puerto Rico ist von einem der stärksten Stürme ihrer jüngsten Geschichte getroffen worden. Hurrikan »Maria« tobte am Mittwoch (Ortszeit) mit Windgeschwindigkeiten bis zu 250 Stundenkilometern über dem US-Außengebiet. Mindestens ein Mensch starb, wie Gouverneur Ricardo Rosselló dem US-Sender CNN bestätigte. Landesweit brach das Stromnetz zusammen. Es werde im schlimmsten Fall Monate dauern, bis die rund 3,4 Millionen Bewohner wieder Elektrizität hätten.

Das Nationale Hurrikan-Zentrum in Miami gab in der Nacht zu Donnerstag immerhin Entwarnung für die Insel. Der Sturm der Stärke 3 bewege sich rund 85 Kilometer von der im Osten gelegenen Stadt Punta Cana mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 185 Kilometern pro Stunde nordostwärts und sollte am Donnerstag an der Dominikanischen Republik vorbeiziehen. Danach werde sich »Maria« weiter in Richtung Bahamas bewegen. Unklar ist noch, ob der Hurrikan am Wochenende das US-Festland treffen könnte.

Der Sturm hatte auf seinem Zug durch die Karibik auch schwere Verwüstungen auf der Insel Dominica und im französischen Überseegebiet Guadeloupe angerichtet. In Dominica starben nach Angaben der Behörden mindestens 14 Menschen, in Guadeloupe wurden zwei Tote gemeldet.

Puerto Rico (»Reicher Hafen«) ist das größte Außengebiet der USA. Die Einwohner sprechen mehrheitlich Spanisch. Die östlichste Insel der Großen Antillen ist mit rund 9000 Quadratkilometern in etwa so groß wie Zypern. Puerto Rico stand zuletzt mehrfach am Rand der Pleite und war auf Hilfe aus Washington angewiesen. dpa/nd

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