Werbung

Flüchtlingsfrauen feiern Jubiläum

Zu ihrem 15. Geburtstag lädt »Women in Exile« zu einer dreitägigen Konferenz

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

»Die Konferenz dient vor allem dazu, Flüchtlingsfrauen zu stärken. Damit sie wissen, welche Rechte sie hier haben, damit sie in der Lage sind, für ihre Rechte zu kämpfen«, sagt Elizabeth Ngari. Zusammen mit ihrer Mitstreiterin Jane Wangari stellt die Aktivistin von »Women in Exile« in den Räumen des »Berlin Refugee Movement«, unweit des Kreuzberger Oranienplatzes, das Programm für die »Women* Breaking Borders«-Konferenz vor, die ab diesem Donnerstag in Berlin stattfindet. Am Oranienplatz soll zum Auftakt der Konferenz auch eine Demonstration beginnen, mit der diejenigen, die am Sonntag nicht das Recht haben zu wählen, ihren Protest gegen die aktuelle Flüchtlingspolitik auf die Straße tragen wollen.

Die Konferenz richtet sich an alle, die sich als Frauen definieren - deswegen das Sternchen im Namen. 250 Teilnehmerinnen haben sich bereits für Samstag angemeldet, berichten die Organisatorinnen. »Manche fragen sich, warum wir eine Frauen-Konferenz machen, wenn wir doch für Flüchtlingsrechte kämpfen«, sagt Elizabeth Ngari. »Das liegt daran, dass die meisten Flüchtlingsselbstinitiativen von Männern dominiert sind und Frauen keine Plattform haben, um über ihre Themen zu reden.« Dabei gehe es nicht nur um Gesetze, sondern auch um physische und sexuelle Gewalt, die den Frauen widerfahre, worüber aber niemand rede. »Deutsche Frauen können sich an Frauenhäuser wenden. Wegen der Residenzpflicht können wir jedoch nicht einfach von einem Ort zu einem anderen gehen. Das sind Dinge, die wir aus unserer Frauen-Perspektive bekämpfen.« Seit 15 Jahren kämpft die Brandenburger Initiative »Women in Exile« aus feministischer Perspektive für die Rechte von Flüchtlingen. Die Abschaffung der Unterbringung von Frauen und Kindern in Massenunterkünften ist dabei eines ihrer zentralen Anliegen.

Flüchtlingsheime, von den Aktivistinnen »Lager« genannt, sind daher ein wichtiges Thema auf der Konferenz. Thematisiert wird sowohl die sogenannte »Lager-Industrie« als auch Alltägliches wie die Gesundheitsversorgung. Es geht um Fragen wie die hygienischen Verhältnisse und den Zugang zu gynäkologischen Untersuchungen. Ein wichtiger Punkt ist auch, ob die Toiletten und Duschen abgeschlossen werden können. Durch den Austausch von Erfahrungen sollen die individuellen Probleme auf eine allgemeine politische Ebene gehoben werden, um die Situation für alle Flüchtlingsfrauen zu verändern.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen