Der Hass der Buddhisten

In Myanmar wiegeln Mönche die Bevölkerung gegen Muslime auf

  • Von Dominik Müller
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Im Westen gilt der Buddhismus als friedfertige Religion. Aber wie alle Religionen kann auch der Buddhismus von Hasspredigern für ihre Zwecke vereinnahmt werden. In Myanmar haben sich viele buddhistische Mönche in der Mabatha, der einflussreichen »Organisation zum Schutz der Rasse und Religion« zusammengeschlossen. Ihr Feindbild: Muslime, die ihr Land unterwandern, vor allem die Minderheit der Rohingya.

Dabei waren die bis zum konzertierten Angriff auf mehrere Militär- und Polizeikasernen im August noch nie mit einer nennenswerten bewaffneten Aktion in Erscheinung getreten. Im Gegensatz zu anderen, nichtmuslimischen Minderheiten in Myanmar, aus denen heraus sich Guerillagruppen gebildet haben, die sich seit Jahrzehnten im Bürgerkrieg mit der Zentralregierung befinden. Oft geht es dabei um Rohstoffe und Vertreibung der ansässigen Bevölkerung.

Bis zur Aufhebung der US-Sanktionen 2012 waren es vor allem chinesische Konzerne, die ...

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