• Politik
  • Unabhängigkeitsreferendum

Spanien und Katalonien streiten über Regionalpolizei

Eine Woche vor dem geplanten Plebiszit wirft die Regionalregierung in Barcelona Madrid unerlaubten Eingriff in Autonomie vor

  • Von Ralf Streck, San Sebastián
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Der 1. Oktober steht: Die katalanische Führung hält bislang an ihren Plänen fest, an diesem Datum über die Abspaltung von Spanien abstimmen zu lassen. Allerdings räumen auch Befürworter des Referendums wachsende Schwierigkeiten ein: Spaniens Justiz ließ Millionen Stimmzetteln beschlagnahmen und verhängte hohe Bußgelder gegen die Organisatoren.

Zum Wochenende drehte sich die Debatte vor allem darum, dass Madrid versucht, nun auch die Kontrolle über die Regionalpolizei zu übernehmen. Zuvor hatte Madrid der Regionalregierung in Barcelona schon den Geldhahn zugedreht und ihr die Kontrolle über die Finanzen genommen werden.

Das spanische Innenministerium in Madrid stellte den Vorgang allerdings anders dar: Es wolle lediglich die Einsätze der Mossos d'Esquadra, der nationalen Polizei und der Guardia Civil koordinieren, teilte ein Sprecher mit. Der katalanischen Polizeitruppe würden keinerlei Kompetenzen entzogen. Eine solche Koordi...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.