Werbung

Unter Mithilfe des Steuerzahlers

Kurt Stenger über staatliche Subventionierung des Dieselbetrugs

  • Von Kurt Stenger
  • Lesedauer: 1 Min.

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Nach dem Dieselgipfel mit der Autoindustrie waren sich die Bundeskoalitionsparteien und die Ministerpräsidenten in einem Punkt einig: Die jenigen, die es verbockt haben, müssten dafür auch gerade stehen, hieß es. Der Staat werde sich nicht an den Kosten der Software-Updates oder an Prämien für das Ersetzen älterer Diesel-Dreckschleudern beteiligen. Klassischer Fall von Fake-News, könnte man sagen: Die Autokonzerne holen sich natürlich einen Teil vom Steuerzahler, denn Kosten mindern den Gewinn und reduzieren die fälligen Forderungen des Fiskus.

Natürlich geht es der Politik nicht um Wahrhaftigkeit. Man will den wütenden Autofahrern - dem Schlimmsten, was sich ein deutscher Politiker vorstellen kann - suggerieren, dass man nicht der Helfershelfer der Autokonzerne ist, der die Abgastricksereien erst ermöglichte, um nach dem Auffliegen dann jahrelang tatenlos zu bleiben. Hätte die Regierung samt ihrer Kontrollbehörden die Manipulationen als das gewertet, was sie waren - Betrug -, dann müssten Autofahrer nicht wegen des Wertverfalls ihrer Diesel besorgt sein; sie würden von VW, Daimler & Co. genauso entschädigt werden wie Kommunen und Stadtbewohner, deren Luft mit zu großen Mengen an Stickoxiden verunreinigt wird. Stattdessen bleibt man der Schutzpatron der Autokonzerne. Daran wird sich, jede Wette, auch mit der neuen Regierung nichts ändern.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!