Werbung

SPD und LINKE freuen sich über Parteieintritte

Sozialdemokraten zählen 1400 neue Mitglieder seit dem Wahlsonntag / Mehr als 1000 Menschen seit Freitag bei Linkspartei

  • Lesedauer: 2 Min.

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Berlin. Trotz des historisch schlechten Abschneidens der SPD bei der Bundestagswahl am Sonntag steigt offenbar das Interesse, sich für die Sozialdemokraten direkt zu engagieren. »Rund 1200 Menschen haben seit Sonntagabend einen Antrag auf Mitgliedschaft gestellt«, berichtete die Parteizeitung »Vorwärts« am Montag. Der stellvertretende Parteivorsitzende Ralf Stegner hieß am Dienstagmorgen sogar schon 1400 neue Sozialdemokraten via Kurznachrichtendienst willkommen.

Ganz neu ist das Phänomen nicht. Eine Eintrittswelle verzeichnete die SPD in diesem Jahr schon einmal: nach der Nominierung von Martin Schulz zum Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl 2017. Innerhalb von einer Woche traten damals 500 Menschen in die SPD ein. In den vier Wochen nach der Kandidatenkür kamen insgesamt sogar 10.000 Neumitglieder zusammen.

Auch die Linkspartei verzeichnet einen Run auf das Parteibuch. LINKE-Sprecher Hendrik Thalheim bezifferte allein die bei der Bundesgeschäftsstelle via E-Mail eingegangenen Anträge seit Freitag auf über 900. Man könne davon ausgehen, »dass es insgesamt weit über 1000 neue Mitglieder in diesen vier Tagen sein werden«, so Thalheim gegenüber »nd«.

Allein im rot-rot-grün regierten Berlin sind laut Landesgeschäftsführer Sebastian Koch seit dem Wahlabend 136 Antragsformulare eingegangen. Und das seien nur die Eintritte über die Website der LINKEN. Koch geht davon aus, dass noch einige weitere neue Mitglieder per Eintrittserklärung auf Papier hinzukommen könnten.

Als Grund für die vermehrten Parteieintritte nennt der »Vorwärts« die Einschätzung von Beobachtern, die Menschen würden so auf das Erstarken der Rechten reagieren – nicht nur mit der AfD in Deutschland, sondern auch im Zuge des Brexit-Votums 2016 in Großbritannien oder des Wahlsiegs und Amtsantritts von Donald Trump.

Von einem solchen »Trump-Effekt« profitierte auch bereits die Linkspartei. Nach der Wahl Trump zum neuen US-Präsidenten Ende November 2016 hatte sich die Zahl an Eintritten nach Angaben der Partei vervielfacht. Während die LINKE in einer durchschnittlichen Woche zehn Anträge auf Mitgliedschaft erhalte, seien es in den sieben Tagen nach der US-Wahl 314 allein per Online-Formular gewesen. kah

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen