Von Exbesetzern enttäuscht

Nach zwei Jahren Barcelona en Comú gibt es in der Stadt immer noch Zwangsräumungen

  • Von Fabian Hillebrand und Jonathan Welker, Barcelona
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

»Zwangsräumungen gibt es hier immer noch täglich, daran hat sich nichts geändert, nur weil Barcelona en Comú jetzt am Drücker ist«, sagt Monica Garcia. Fragt man Aktivist_innen die sich in den Vierteln Barcelonas für bezahlbaren Wohnraum einsetzen danach, welche Veränderungen mehr als zwei Jahre linke Stadtregierung mit sich gebracht haben, bekommt man vor allem enttäuschte und wütende Antworten. Besonders frustriert sind Mieter_innen in Sants, einem Arbeiterviertel in der Millionenmetropole, das zuletzt verstärkt von Zwangsräumungen betroffen war.

Seit Mai 2015 ist die offene linke Wahlliste Barcelona en Comú (BeC) stärkste Kraft im Stadtparlament der Mittelmeer-Metropole. Gemeinsam mit anderen linken Parteien regiert BeC seitdem und stellt mit der ehemaligen Wohnrechtsaktivistin Ada Colau auch die Bürgermeisterin. Seit Beginn der Krise 2008 ist die Frage von bezahlbarem Wohnraum und nicht mehr bedienbaren Hypotheken eines der dr...

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