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Taliban-Gruß mit Raketen

NATO-Chef Stoltenberg und Pentagonchef Mattis gemeinsam in Kabul

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Bei einem gemeinsamen Besuch in Afghanistan haben NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg und US-Verteidigungsminister Jim Mattis einen »entschlossenen Kampf gegen den Extremismus« angekündigt. »Wir werden Afghanistan nicht einem gnadenlosen Feind ausliefern, der mordend versucht, sich den Weg zur Macht zu bahnen«, sagte Mattis am Mittwoch in Kabul. Kurz nach seiner Ankunft hatten Aufständische mehrere Raketen auf die Hauptstadt abgefeuert. Dabei kam eine Person ums Leben.

Die ausländische Unterstützung werde den afghanischen Truppen eine »überwältigende Überlegenheit auf dem Schlachtfeld« gegen die Taliban geben, zeigte sich Mattis bei einer Pressekonferenz mit Afghanistans Präsident Aschraf Ghani und Stoltenberg überzeugt.

Im August hatte US-Präsident Donald Trump angekündigt, das Truppenkontingent seines Landes in Afghanistan wieder aufzustocken. Mattis ist das erste Kabinettsmitglied, das seitdem nach Afghanistan kommt. Langfristiges Ziel des US-geführte NATO-Einsatzes, so Stoltenberg, sei es, dass die heimischen Streitkräfte allein für die Sicherheit im Lande sorgen können. Nach seinen Angaben wollen mindestens 15 Mitgliedstaaten der Militärallianz zusätzliche Soldaten nach Afghanistan schicken.

Der US-Militäreinsatz in Afghanistan hatte nach den Anschlägen vom 11. September 2001 begonnen. Mit bald 16 Jahren ist der Krieg dort der längste Auslands-Militäreinsatz in der Geschichte der USA. Unter Trumps Vorgänger Barack Obama hatten die USA zeitweise mehr als 100 000 Soldaten in dem Land stationiert, seit 2011 sank ihre Zahl. Der Kampfeinsatz wurde Ende 2014 offiziell beendet, seitdem sind ausländische Soldaten überwiegend als Ausbilder aktiv.

Angesichts der Probleme der afghanischen Truppen, den Vormarsch der Taliban zu stoppen, forderten US-Generäle schon seit Monaten ein Umdenken. Nach Trumps Plan werden die USA nun mehr als 3000 weitere Soldaten nach Afghanistan entsenden - zusätzlich zu den rund 11 000 momentan dort stationierten. Die NATO-Verbündeten haben rund 5000 Soldaten lim Afghanistan im Einsatz.

Die anhaltende Unsicherheit wurde am Mittwoch einmal mehr durch einen Raketenangriff in Kabul deutlich. Die Geschosse schlugen in einem Haus in der Nähe des internationalen Flughafens ein, wie das Innenministerium mitteilte. Angreifer und Sicherheitskräfte lieferten sich Gefechte. Die Taliban bekannten sich in sozialen Medien zu dem Angriff, der nach ihren Angaben auf Mattis' Flugzeug gezielt hatte. Aber auch der afghanische Ableger der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat in der Provinz Chorasan reklamierte den Raketenangriff für sich.

Der afghanische Präsident hat in diesem Jahr nahezu eine Verdopplung der Eliteeinheiten der Armee angeordnet, der Speerspitze gegen die Taliban. Bislang besteht sie aus 17 000 Mann. Ein Vierjahresplan der Regierung sieht zudem einen Ausbau der Luftwaffe vor. Angesichts großer Verluste, Desertionen und Korruption ist die Moral der afghanischen Sicherheitskräfte auf einem Tiefstand. AFP Kommentar Seite 4

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