Hunderte protestieren gegen NATO-Zentrale in Kalkar

Kalkar. Rund 400 Menschen haben nach Angaben der Veranstalter am Dienstag gegen die Luftwaffen-Kommandozentralen der NATO und der Bundeswehr im niederrheinischen Kalkar demonstriert. Nach Ansicht der Friedensaktivisten verstoßen die militärischen Einrichtungen gegen den Vertrag zur Deutschen Einheit, nach dem von deutschem Boden kein Krieg mehr ausgehen dürfe. Die Kundgebung solle ein Zeichen für Frieden, Entspannungspolitik und Abrüstung setzen.

Auf Transparenten und Flugblättern hieß es unter anderem »Lasst uns in Frieden. Wir machen den Krieg nicht mit« oder »Kriege starten auch hier und hier sagen wir Stopp«. Bei einer Kranzniederlegung vor der Von-Seydlitz-Kaserne, in der die Kommandobehörden untergebracht sind, erinnerten die Teilnehmer an Menschen, die auf der Flucht ums Leben kamen. Auf dem Marktplatz von Kalkar sollte anschließend eine weitere Kundgebung stattfinden, zum Abschluss sollten hunderte Luftballons in den Himmel steigen.

Kritik äußerten die Demonstranten an den aktuellen Auslandseinsätzen der Bundeswehr. Statt der Beteiligung an Kriegen seien »Sicherheit durch Verhandlungen, vertrauensbildende Maßnahmen und deutliche Signale unserer Regierung gegen den Krieg« nötig, sagte Joachim Schramm, Geschäftsführer der Deutschen Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen. Die Organisation hatte gemeinsam mit der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes und weiteren Gruppen zu der Kundgebung aufgerufen. epd/nd

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