Bombe entschärft

Spezialisten der Polizei machten eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg unschädlich, indem sie den Zünder sprengten. Die Entschärfung der 250 Kilogramm schweren Bombe sei erfolgreich verlaufen, erklärten Feuerwehr und Polizei in der Nacht zum Dienstag beinahe zeitgleich. Die Anwohner durften in ihre Wohnungen zurückkehren. Stundenlang hatte es Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr gegeben. Die Entschärfung hatte kurz vor 1 Uhr begonnen und etwa eine halbe Stunde gedauert.

Die Bombe lag auf einem Erdhügel in Höhe einer S-Bahn-Trasse. Sie konnte nicht abtransportiert werden. Das deutsche Fabrikat mit sowjetischem Zünder war am Montagmittag bei Bauarbeiten nahe dem Innsbrucker Platz auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs Wilmersdorf entdeckt worden. Um den Fundort wurde ein Sperrkreis von 500 Metern gezogen. Die Evakuierung dauerte mehrere Stunden und war erst nach Mitternacht abgeschlossen. In dem Sperrkreis lag auch ein Seniorenheim, dessen Bewohner in Sicherheit gebracht wurden. S-Bahn-Linien und eine U-Bahn-Linie wurden unterbrochen, der Straßenverkehr wurde umgeleitet. Auch die Stadtautobahn A 100 wurde gesperrt.

Mehrere Hundert Menschen waren in Notunterkünften wie dem Rathaus Schöneberg und in Schulen untergekommen. In der Spitze waren 450 Polizisten im Einsatz, hinzu kamen Kräfte von Feuerwehr und Deutschem Rotem Kreuz. dpa/nd

Dazu passende Podcast-Folgen:
  • ndPodcast
    Berliner*innen werden laut gegen Verdrängung / Außerdem: Brandanschlag gegen Hausprojekt / Tramlinie durch den Görli / Berliner Vermüllung
    • Länge: 00:16:57 Stunden

nd Journalismus von links lebt vom Engagement seiner Leser*innen

Wir haben uns angesichts der Erfahrungen der Corona-Pandemie entschieden, unseren Journalismus auf unserer Webseite dauerhaft frei zugänglich und damit für jede*n Interessierte*n verfügbar zu machen.

Wie bei unseren Print- und epaper-Ausgaben steckt in jedem veröffentlichten Artikel unsere Arbeit als Autor*in, Redakteur*in, Techniker*in oder Verlagsmitarbeiter*in. Sie macht diesen Journalismus erst möglich.

Jetzt mit wenigen Klicks freiwillig unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung