Werbung

Nachrufe

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Joy Fleming

15. 11. 1944 - 27. 9. 2017

Die in Rockenhausen im heutigen Donnersbergkreis als Erna Raad geborene stimmgewaltige Interpretin der gehobenen leichten Muse durfte sich rühmen, mit Fug und Recht Drei-Oktaven-Sängerin genannt zu werden. Bereits mit 14 Jahren gewann sie ihren ersten Gesangswettbewerb, um die folgenden Jahre mehr oder weniger nur durch baden-württembergische und rheinland-pfälzische Bars und Kneipen zu tingeln. Erst ein Auftritt im ARD-Talentschuppen verschaffte ihr überregionale Bekanntheit.

Oft auftretend mit der Band »Joy Unlimited« war sie im fernen Ausland - Argentinien, China, Sowjetunion - gefragter als zu Hause. Gastspiele gab es auch in der DDR, z. B. 1980 zusammen mit dem Jochen-Brauer-Sextett. 1975 nahm sie für die BRD am Grand Prix Eurovision de la Chanson in Stockholm teil. Mit ihrem Song »Ein Lied kann eine Brücke sein« erreichte sie Platz 17. Noch drei Mal nahm sie am Vorausscheid teil. Zur Endrunde reichte es nicht mehr.

In Mannheim, das sie als ihre Heimatstadt empfand und dem sie auch einen »Neckarbrücken-Blues« widmete, mehren sich jetzt die Stimmen, die die Umbenennung einer Brücke nach der dort sehr beliebten Künstlerin fordern. Sie sei die »Tochter Mannheims« und habe das mehr als verdient. roe

Lorenz Funk

17. 3. 1947 – 29. 9. 2017

Lorenz Funk gehörte zu den prägenden Gestalten des deutschen Eishockeysports. Die bayerische Frohnatur brachte es auf 225 Länderspiele. Er nahm an 13 Weltmeisterschaften und drei Olympischen Spielen teil. Seinen größten Triumph feierte der Mann wie ein Baum mit einem Körpergewicht von 124 Kilogramm 1976 beim olympischen Bronzemedaillengewinn.
Der Stürmer hinterließ mit seinem schnörkellosen Spiel aber nicht nur seine Spuren bei den renommierten Klubs EC Bad Tölz, Berliner SC, SC Riesersee, BSC Preußen oder Berlin Capitals. Er tat sich nach der Wende bei den Eisbären Berlin von 1991 bis 2000 erst als Trainer, dann als Manager und hilfreicher Wegbereiter (und nicht als Besser-Wessi) ins Profigeschäft hervor. Mit seiner Pionierarbeit legte er den Grundstein für den späteren Aufstieg der Eisbären zum DEL-Rekordmeister mit sieben Titeln.
Als Lorenz Funk im Juli 2015 mit der Diagnose Prostatakrebs konfrontiert wurde, reagierte er entschlossen wie auf dem Eis: »Da muss ich durch. Ich kämpfe dagegen.« Doch der 70-jährige Taubenliebhaber aus Greiling im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen verlor den Kampf. joh

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!