Werbung

Unerlaubte Suche nach Bomberwracks

Mainzer Ministerium warnt Privatleute

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Mainz. Private Forscher haben in den vergangenen Jahren oft ohne Genehmigung nach abgestürzten Weltkriegsflugzeugen in Rheinland-Pfalz gesucht. Das geht aus der Antwort des Innenministeriums auf eine Kleine Anfrage der CDU-Landtagsfraktion hervor: »In den letzten Jahren gab es zahlreiche Fälle, in denen Grabungen durchgeführt wurden, ohne im Vorfeld bei den zuständigen Stellen die erforderlichen Erlaubnisse und Genehmigungen einzuholen.«

Das Mainzer Ministerium listet 48 derartige Vorfälle seit 1989 an vielen Orten von Rheinland-Pfalz auf. Zu ihnen gehören neben der Entdeckung sterblicher Überreste von Besatzungen und Teilen vieler Flugzeugwracks auch die Bergung eines Panzers sowie der Fund von Munition und Sprengstoff aus den Weltkriegen.

Das SPD-geführte Innenministerium in Mainz geht auch auf genehmigte Nachforschungen von Privatleuten ein, nennt aber dabei nur fünf Entdeckungen von Flugzeugteilen. Wegen der sich häufenden Konflikte zwischen privaten Vermisstenforschern und amtlicher Archäologie hat das Ministerium jedoch kürzlich erst ein Merkblatt herausgegeben. Wer demnach mit einer Sonde nach Kriegsüberresten sucht, braucht eine Genehmigung seiner Kreis- oder Stadtverwaltung - andernfalls kann er eine Geldbuße riskieren.

Finden Privatleute Kriegstote, bemüht sich das Land Rheinland-Pfalz laut Innenministerium, diese zu identifizieren und auf Kriegsgräberstätten würdig beisetzen zu lassen. Vermisstenforscher mit Genehmigung werden von der Landesarchäologie beraten. Das Land selbst organisiert in der Regel zwar keine derartigen Grabungen, unterstützt jedoch die Bergungsanfragen von Organisationen. dpa/nd

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!