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Rotes Kreuz verringert Hilfseinsätze in Afghanistan »drastisch«

  • Lesedauer: 1 Min.

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Kabul. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) will die Hilfseinsätze in Afghanistan wegen der akuten Gefährdung seiner Mitarbeiter einschränken. Die »Präsenz und Aktivität« in dem Land müssten wegen der Sicherheitslage »drastisch verringert« werden, kündigte die Hilfsorganisation am Montag an. Angesichts der jüngsten Angriffe auf Mitarbeiter des Roten Kreuzes gebe es »keine andere Wahl«.

Zunächst sollten einige Einrichtungen in den nördlichen Regionen schließen, erklärte Monica Zanarelli, die Chefin des IKRK am Hindukusch. Betroffen davon seien die Provinz Kundus und die Stadt Maimana. In Masar-i-Scharif würden die Einsätze zurückgefahren. Die Bedrohung durch die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat und die radikalislamischen Taliban habe sich dort zunehmend intensiviert.

In diesem Jahr sind bereits sieben Mitarbeiter des IKRK bei Angriffen in Afghanistan getötet worden. Das Rote Kreuz ist seit 30 Jahren in dem Land aktiv, zuletzt mit rund 1.800 Mitarbeitern vor Ort. AFP/nd

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