• Kultur
  • Buchmesse Frankfurt/M.

Das verlorene Weiß

Michael Stavaric und der Elsterkönig

  • Von Irmtraud Gutschke
  • Lesedauer: 2 Min.

Elstern auf Zweigen - und dazwischen farbige Sonnenflecken: Zart wie Aquarelle sind die Illustrationen von Linda Wolfsgruber. Über viele Seiten sind wir in einem Vogelreich, in dem alle glücklich sind. Natürlich haben Elstern keinen König, wie ihn Michael Stavarič für uns erfunden hat. Aber sie mögen durchaus alles, was glänzt. «Alufolien, Weihnachtskugeln und sogar ein paar Fieberthermometer gibt es im Schloss des Königs zu bestaunen. Leider auch einen Spiegel. Ohne diesen hätte den Vogel nicht so ein Erschrecken getroffen, denn eines Morgens sah er, dass er gänzlich schwarz geworden war. Alle seine weißen Federn waren weg. Und die anderen sahen das auch …

Michael Stavaric/Linda Wolfsgruber: Als der Elsternkönig sein Weiß verlor.
Kunstanstifter Verlag, 36 S., geb., 24 €

Da scheinen die Vögel wie Menschen zu reagieren, wenn sie eine Unregelmäßigkeit bemerken. Und der König, gedemütigt, versteigt sich zu zorniger Gegenaktion. Auch solches gab es in Wirklichkeit schon oft, und es konnte nicht gut enden.

Bloß ein paar weiße Federn! Wie schnell kann es gehen, dass jemand seine Identität zu verlieren glaubt. Aber in diesem Märchen bekommt sie der Elsternkönig zurück - auf gar nicht mal so phantastische Weise. Wer kann da erraten, wie das gelingt?

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