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Ist das Bier - oder kann das weg?

Sven Regener zeichnet in seinem Dialogroman »Wiener Straße« das Kreuzberg der Achtziger als Abenteuerspielplatz der liebenswerten Verrückten

  • Von Martin Hatzius
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Wenn der vierte Teil einer Trilogie erscheint, hat deren Autor entweder etwas nicht ganz verstanden - oder alles richtig gemacht. In Sven Regeners Fall trifft die zweite Variante zu.

Sven Regener: Wiener Straße. Roman.
Galiani Berlin, 304 S., geb., 22 €

Die Tatsache, dass der dritte Band seiner Frank-Lehmann-Romanreihe - »Herr Lehmann« (2001), »Neue Vahr Süd« (2004), »Der kleine Bruder« (2008) - auch der letzte sein sollte, heißt ja nicht, dass der Stoff auserzählt wäre. Vielmehr scheinen die Figuren, die Regener einst ersann, längst ein Eigenleben entwickelt zu haben, das sich nach vorn und hinten zugleich entfaltet. Ihr Schöpfer hat nun alle Hände voll zu tun, seine Pappenheimer wenigstens im Blick zu behalten. Dass er es selber sei, der über ihre Schicksale bestimmt, würde nur jemand behaupten, der auch an Gottes Allmacht glaubt.

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