Früherer »Mister Germany« vor Gericht

Halle. Einst wurde er zum »Mister Germany« gekürt, jetzt steht Adrian U. als Angeklagter vor Gericht: Der 42-jährige muss sich seit Montag vor dem Landgericht Halle wegen versuchten Mordes an einem Polizisten verantworten. Den Vorwurf, der sogenannten Reichsbürger-Szene anzugehören, wies der Angeklagte zurück. Hintergrund ist eine Zwangsräumung, bei der es 2016 in dem Ort Reuden in Sachsen-Anhalt zu einer Schießerei kam. Ein SEK-Beamter wurde verletzt, der Angeklagte bekam einen Schuss in den Unterarm ab. Das Spezialeinsatzkommando war zum Schutz des Gerichtsvollziehers hinzugezogen worden. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, ohne Vorwarnung mit einem Revolver auf den Kopf des Polizeibeamten geschossen zu haben. Nur der Sichtschutz des Helms der schweren Schutzkleidung des Polizisten habe verhindert, dass er tödlich getroffen worden sei. Der Angeklagte wies die Vorwürfe zurück. Er habe eine Waffe in der Hand gehabt, aber nicht geschossen. Die Richter bezeichnete er als »Spinner«. dpa/nd

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