Werbung

Hebron - Stein des Anstoßes

Die USA gehen wegen einer Würdigung auf Konfrontation zur UNESCO

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Berlin. Der Stein des Anstoßes - das ist in des Wortes Sinne die arabische Altstadt von Hebron im israelisch besetzten, aber palästinensischen Westjordanland. Die UNESCO hat sie in diesem Jahr auf ihrer Tagung in Kraków zum Weltkulturerbe erklärt und in ihrer Begründung als »islamische« Stadt bezeichnet. Dagegen lief Israel Sturm, weil sich in Hebron auch das »Grabmal der Patriarchen« befindet, in dem nach biblischer Überlieferung Abraham und Isaak begraben sein sollen.

Heute leben in Hebron mehr als 200 000 Palästinenser und einige hundert israelische Siedler. Die Stadt hat damit heftige Probleme, für die die UNESCO-Würdigung vielleicht sogar ein Ausweg gewesen wäre, doch das Gegenteil geschah. Die USA nahmen den Streit zum Anlass, prinzipiell mit der UNESCO abzurechnen. Washington wirft der Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur bereits seit der Aufnahme Palästinas »israelfeindliche Tendenzen« vor.

Zum Jahresende 2018 erklärten die USA nun ihren Austritt aus der Organisation. Israel zog nach. Ansonsten wird international einhellig Unverständnis über diesen Schritt geäußert, auch von Sigmar Gabriel. »Wir stehen zur UNESCO. Es gibt gar keinen Zweifel daran, dass wir die UNESCO weiterhin unterstützen, Mitglied bleiben«, so der Bundesaußenminister.

Im Rennen um die Nachfolge der Bulgarin Irina Bokowa an der UNESCO-Spitze wollte der Exekutivrat am Freitagabend zwischen Frankreichs Bewerberin Audrey Azouay und dem katarischen Kandidaten Hamad bin Abdulasis al-Kawari entscheiden.

Die USA gingen am Freitag auch in anderer Hinsicht auf Konfrontation. So kündigte US-Präsident Donald Trump künftig einen härten Kurs gegen Iran an. roe Seiten 5 und 9

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!