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Weiblich, ledig, arm dran

Grit Gernhardt fordert Reformen, die Frauen wirklich etwas nützen

  • Von Grit Gernhardt
  • Lesedauer: 2 Min.

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Neue Kinder braucht das Land - tönt es oft aus den politischen Chefetagen. Die Angst vor Fachkräftemangel und Rentenlücke treibt vor allem konservative und erzkonservative Politiker zu faktischen Zeugungsaufrufen. Nicht gesagt wird jedoch, wie es nach der Zeugung weitergehen soll. So sind Kinder zwar nicht per se ein Armutsrisiko, doch spätestens nach dem Auseinanderbrechen einer Beziehung können sie zum Risiko werden.

Vor allem für Frauen, denn trotz aller Gleichstellungsaufrufe sind es hauptsächlich sie, die den Nachwuchs versorgen. Mit allen Nachteilen für Löhne und Renten, die sich daraus ergeben, wenn man einen auskömmlichen Job (der Frauen ohnehin meist weniger einbringt als ihren männlichen Kollegen) mit begrenzten Kitaöffnungszeiten, fehlender Ferienbetreuung und kranken Kindern in Einklang bringen muss.

Doch obwohl das ein Problem vieler ist, tut die Politik zu wenig dagegen. Alle halbe Jahre zeigen Zahlen, dass mehr Frauen als Männer armutsgefährdet sind und am meisten jene, die Kinder allein groß bekommen müssen. Doch die Gründe dafür werden nicht behoben. Wo bleibt die Steuerreform, die Lohneinbußen ausgleicht, wo die Unterhaltsregelung, die alle Unterhaltspflichtigen in die Pflicht nimmt? Warum werden bei der Rentenberechnung die für eine Gesellschaft essenziellen Pflege- und Erziehungszeiten nicht wie Lohnarbeit behandelt? Solange an diesen Stellschrauben nicht gedreht wird, bleiben Frauen arm dran.

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