Werbung

Auf einen Plausch mit der Wissenschaft

Bei der Berlin Science Week wollen Spitzenforscher mit der Öffentlichkeit ins Gespräch kommen

  • Von Jérôme Lombard
  • Lesedauer: 3 Min.

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Eine internationale Drehscheibe der Wissenschaft: Das will die »Berlin Science Week« sein. Zum zweiten Mal in Folge findet die Wissenschaftswoche in diesem Jahr in der Hauptstadt statt. Vom 1. bis zum 10. November veranstalten 64 nationale und internationale Institutionen, Stiftungen und Forschungseinrichtungen über 55 Veranstaltungen. Diskutiert werden soll unter anderem über Themen wie Zukunftstechnologien, »Good Governance« und Digitalisierung. Zu den Organisatoren gehören die Humboldt-Universität, die Robert-Bosch-Stiftung und das Austrian Institute of Technology. Über 15 000 Teilnehmer werden erwartet.

»Die Science Week macht das herausragende Potenzial und die Dynamik der Brain City Berlin sichtbar und sie bringt uns ins Gespräch mit Partnern und Gästen aus dem In- und Ausland«, sagte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) bei der Vorstellung des Programms. Die Wissenschaftswoche sei nicht nur für die Vernetzung der Forscher untereinander wichtig, sondern mache auch der breiten Öffentlichkeit deutlich, welche Bedeutung die Wissenschaft gesamtgesellschaftlich habe. »Wir dürfen nicht zulassen, dass Teile der Gesellschaft bewusst Vorurteile gegenüber der Forschung schüren, um eigene politische Ziele zu erreichen«, sagte Müller am Freitag.

Die Mehrheit der Veranstaltungen ist wie schon im vergangenen Jahr kostenlos und für die Öffentlichkeit zugänglich. Zu den Höhepunkten der Wissenschaftswoche gehören das Symposium über die zweite Quantenrevolution in der Französischen Botschaft, das UniLab an der Humboldt-Universität, wo über die Zukunft der Schulbildung diskutiert wird, die Verleihung des Berliner Wissenschaftspreises sowie die sogenannte Falling Walls Conference, auf der aktuelle Durchbrüche der Forschung vorgestellt werden. Die Konferenz findet bereits seit 2009 jeweils am 9. November statt, um in Berlin an den Fall der Mauer zu erinnern.

»Diese Bündelung von Veranstaltungen soll Synergien zwischen den teilnehmenden Institutionen schaffen, aber auch einen Austausch mit einem breiteren Publikum fördern. Wir laden alle an Wissenschaft und Forschung Interessierte ein, dabei zu sein«, sagte Jürgen Mlynek, Koordinator der Berlin Science Week. Die Wissenschaftswoche sei im vergangenen Jahr ein großer Erfolg gewesen. Die gestiegene Zahl der Veranstaltungen und der Partnerinstitutionen sei Ausdruck dieser gewachsenen Attraktivität, sagte Mlynek. Zum Auftakt der Science Week 2016 fanden 40 Veranstaltungen mit 44 teilnehmenden Institutionen statt.

Stefan von Holtzbrinck, Vorsitzender der Geschäftsführung beim Wissenschaftsverlag Holtzbrinck Publishing Group, betonte die Wichtigkeit der Wissenschaftswoche für die Forschung. »Wir haben in der Weltöffentlichkeit aktuell Leute, die den Klimawandel leugnen und Kreationisten für ihre kruden Thesen Raum geben. Damit müssen wir als Forscher umgehen«, sagte Holtzbrinck.

Der Publizist forderte darüber hinaus von der Wissenschaft, aus ihrem Elfenbeinturm herauszukommen. »Wir müssen bewusst das Gespräch mit der Öffentlichkeit suchen, um zu erfahren, welche Bedürfnisse die Menschen haben und welche Ansprüche sie an die Forschung stellen«, sagte Holtzbrinck.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen