Islamischer Staat - das letzte Kapitel

Dschihadisten in Irak und Syrien verlieren ihre letzten Bastionen / Wohin sie gehen, ist ebenso unklar wie ihr Erbe

  • Von Roland Etzel
  • Lesedauer: ca. 6.0 Min.

Rakka ist eine 200 000-Einwohner-Stadt im Norden Syriens, jedenfalls war sie das, bis der syrische Bürgerkrieg sie heimsuchte. Die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz war eine der ersten Großstädte, die in Syrien in die Hände der aus dem Ausland über die Türkei eingeströmten Dschihadisten fiel. Die syrische Armee hatte nur kurz Widerstand geleistet und Mitte 2013 die gesamte Provinz den Eindringlingen überlassen. Diese vertrieben nach der Armee auch die bewaffneten syrischen Oppositionsgruppen aus der Stadt und erklärten sie zur Hauptstadt des von ihnen ausgerufenen Kalifats.

Im benachbarten Irak erkoren die Führer des Islamischen Staates (IS) das noch weit größere Mossul zu ihrer Kapitale, nachdem sie einsehen mussten, dass sie sich mit dem Marsch auf Bagdad doch übernommen hatten. Gegen Ende 2015 allerdings kam der Vormarsch der Dschihadisten zum Stehen, und seitdem verlieren sie in beiden Staaten eine Stadt nach der anderen.

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