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  • Bahnrad-Europameisterschaft

Reichlich Medaillen bei Heim-EM

Kristina Vogel holt sich Gold im Keirin, Miriam Welte gewinnt das 500-m-Zeitfahren

  • Von Manfred Hönel
  • Lesedauer: 3 Min.

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Am Wochenende konnten die deutschen Bahnradspezialisten bei der EM wieder lachen. Miriam Welte reist mit dem begehrten Titel im Zeitfahren über 500 m nach Hause in die Pfalz und Sprintkönigin Kristina Vogel jagte zum EM-Sieg im Keirin. »Ich wollte unbedingt den Titel gewinnen und bin voll konzentriert ins Rennen gegangen«, strahlte die 26-Jährige. Es war bereits ihr vierter Keirin-Sieg bei Welt- und Europameisterschaften.

Auch Miriam Welte schwärmte nach ihrem Triumph: »Die Zeit von 33,321 Sekunden ist megastark. So schnell bin ich noch nie auf Meeresspiegel gefahren. Ich habe allen gezeigt, dass ich die 500 Meter fahren kann.« Die Freude über die Goldfahrten sprudelte deshalb so aus den beiden Frauen heraus, weil sie beim Teamsprint an dem fest eingeplanten Gold knapp vorbei »nur« zu Silber gerauscht sind. »Miriam und Kristina hatten fest mit dem Sieg gerechnet. Weil es mit dem Titel aber nicht klappte, gab es Querelen. Mir ist das lieber, als Meckereien im Hinterstübchen. Jetzt wissen beide, wie sie das nächste Mal den Teamsprint vorbereiten müssen«, verriet Bundestrainer Detlef Uibel.

Den zwei Erfolgssprinterinnen sitzt mit Pauline Sophie Grabosch (19) starke Konkurrenz im Nacken. Das sieht auch Detlef Uibel so: »Pauline hat sich nach ihrem Sieg bei den Junioren-WM ganz systematisch weiter entwickelt. Sie bekommt bei den nächsten Weltcuprennen ebenso ihre Chance wie die viermalige Junioren-Weltmeisterin Lea-Sophie Friedrich aus Schwerin. Die jungen Frauen werden in Richtung Olympia 2020 neben unsere Topsprinterinnen Welte und Vogel kontinuierlich aufgebaut.« Die 19 Jahre alte Pauline Sophie Grabosch stammt aus einer sportbegeisterten Familie in Osterweddingen bei Magdeburg. Über den Umweg Kaiserslautern landete sie auf dem Sportgymnasium in Erfurt und trainiert in Thüringen mit Kristina Vogel. Auf der EM-Bahn in Berlin sauste sie mit Kristina Vogel in der Qualifikation zur Bestzeit. Im Kampf um die Medaillen rückte dann Welte an ihre Stelle. Beim Zeitfahren jagte Grabosch zur Silbermedaille, was die junge Frau doch etwas überraschte: »Vor fünf Jahren habe ich noch in der Schule einen Vortrag über Miriam gehalten, jetzt stehe ich mit ihr auf dem Podest.«

Nicht ganz auf dem Podest stand der 19 Jahre alte Leipziger Felix Groß als Vierter mit der 4000-m-Mannschaft. Gerade von Felix aber hält BDR-Sportdirektor Patrick Moster große Stücke: »Felix hat sich im letzten Jahr bei Trainer Ralf Grabsch im Rose-Team toll entwickelt. Mit ihm geht es im Vierer bestimmt voran.« Felix fährt im ersten Männer-Jahr. »Er kam schon mit gutem Niveau zu uns«, lobt Bundestrainer Sven Meyer. Die Grundlagen für seine Schnellfahrten holte sich der Sachse übrigens sechs Jahren im Erzgebirge bei Klaus Fischer vom RV Venusberg. Dort drehte vor 60 Jahren schon Ex-Weltmeister Bernhard Eckstein seine Runden.

Um 33 Tausendstel verpasste der Chemnitzer Joachim Eilers in 1:00,733 Min. EM-Gold, das an den Niederländer Jeffrey Hoogland (1:00,700) ging. »Die 3000 Zuschauer haben eine gute Stimmung gemacht. Ich habe nach Olympia eine längere Pause eingelegt, bis zur WM im März werde ich weiter Muskel aufbauen und mir meine Hochform erarbeiten«, verriet Eilers. Neben dem Berliner Maximilian Beyer im Punktefahren sorgte der Schwarzwälder Dominic Weinstein in der Einerverfolgung für eine Bronzemedaille. Beyer freute sich über die neue Bahn, denn im Januar will er sich beim Sechstage-Rennen erneut hier in die Kurven legen. Weinstein wiederum raste im Finale mit einer Zeit von 4:15,050 Minuten um die Piste, damit gewann er EM-Bronze; ärgerlich! Der Sieger Filippo Ganna (Italien) absolvierte im Finale die vier Kilometer in 4:15,990, also deutlicher langsamer. Dominic nahm es gelassen: »Ich freue mich über Bronze und gönne Filippo das Gold und dem Portugiesen Oliveira das Silber. Sie waren in der Qualifikation eben schneller als ich. Für mich ist meine Zeit aber ein Zeichen, dass ich mit den Besten mithalten kann.

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