Der tiefe Fall der dänischen Post

  • Von Andreas Knudsen
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Über Jahrzehnte war eine Anstellung bei Post Danmark Synonym für sichere Arbeit und dem damit verbundenes Ansehen. Heutzutage wird man dafür eher bemitleidet. Die dänische Post befindet sich seit gut 15 Jahren in der Dauerkrise, die unter Marktbedingungen längst in die Insolvenz geführt hätte. Als Staatsunternehmen wird der Post-Konzern, wie er sich stolz nennt, jedoch weitergeführt.

Kurz nach der Jahrtausendwende setzte nach der Privatwirtschaft auch der Staat auf Digitalisierung der schriftlichen Kommunikation. Gerade die Gemeinden hofften dadurch auf Einsparungen. Mittlerweile müssen Bürger bei Behörden und Banken extra beantragen, wenn sie Papierpost bekommen wollen, wobei lediglich hohes Alter und spezielle Behinderungen als Grund anerkannt werden. Seit der Jahrtausendwende ist die Postmenge um 80 Prozent geschrumpft, deutlich mehr als in anderen EU-Ländern. Die Post antwortete mit laufenden Portoerhöhungen, Filialschließunge...


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