Werbung

Augen rechts!

René Heilig zu Schlagzeilen über Rechtsextremisten beim Bund

  • Von René Heilig
  • Lesedauer: 2 Min.

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

»Seit 2008 hat der Militärische Abschirmdienst in rund 200 Fällen die jeweiligen Personen nach Abschluss der Ermittlungen als Rechtsextremist bewertet.« Der Satz bietet für einen Tag Anlass für Schlagzeilen. Jemand dividierte 200 durch Jahre und kam auf die Zahl 20. Aha, also hat MAD-Chef Christof Gramm jüngst gelogen, als er in einer Parlamentsanhörung acht Rechtsextremisten und drei Islamisten pro Jahr als enttarnt angegeben hat.

Mit dem Durchschnitt ist das so eine Sache, zumal die Aussetzung der Wehrpflicht einiges verändert hat. Es gibt wahrlich keinen Grund, den MAD zu verteidigen, doch wenn dessen Chef bei der besagten Anhörung für einen »kritischen Blick auf die Handlungsgrundlagen der Nachrichtendienste« warb und betonte, »wir müssen verhindern, dass Rechtsextremisten in der Bundeswehr Fuß fassen können«, sollte man ihn ermuntern, das möglichst gründlich zu tun. Man sollte - in dieser Frage - auch die Ministerin, der der MAD seit einigen Monaten direkt unterstellt ist, unterstützen, wenn sie gegen Nazitraditionen vorgeht, die weiter durch’s deutsche Militär wabern. Ursula von der Leyen kann wahrlich Hilfe gebrauchen, denn nicht wenige durchaus hohe Offiziere stellen sich erstaunlich offen dem notwendigen ideologischen Kehraus entgegen. Sie werden an Kraft gewinnen, wenn die AfD demnächst parlamentarische Mitsprache in Bundeswehrangelegenheiten bekommt.

Also: Augen rechts! Und nicht nur zählen. Das Parlament steht in der Pflicht, dem Rechtsstaat Wege zu bahnen. Gerade im Militär.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen