Werbung

Stress für Dompteure

Gabriele Oertel will nicht glauben, dass eine Regierung bis Weihnachten steht

  • Von Gabriele Oertel
  • Lesedauer: 1 Min.

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Was mit viel Winkewinke, heißen Küssen, hehren Worten und großem Pomp auf einem Balkon beginnt, kann sich hinterher als böse Falle erweisen - und zwar sowohl für die, die sich oben huldigen lassen, als auch für die, die unten ihre Jubelrolle spielen. Prinzessin Diana durfte das ebenso erfahren wie 1989 das begeistert schreiende Publikum von Außenminister Genscher in der Prager Botschaft.

Dass die Ernüchterung allerdings weitaus schneller eintreten kann als in den genannten historischen Fällen, müssen derzeit die Möchtegern-Koalitionäre erfahren. Die erwarteten Verstimmungen zwischen FDP und Grünen haben offenbar schon ein solches Ausmaß angenommen, dass vor Beginn der Verhandlungen am Donnerstagvormittag zunächst Therapiestunden anberaumt werden mussten, bevor man sich den wirklich heißen Sachthemen widmen konnte - und da vielleicht auch mit CSU und CDU in die Haare gerät.

Wahrscheinlich gehört der als reinigendes Gewitter kolportierte Frust auch zum Drehbuch der künftigen Jamaika-Koalition, um den jeweiligen Anhängern der vier beteiligten Parteien zu zeigen, wie zäh man zu verhandeln vermag. Trotzdem lässt der Zoff tief blicken. Es wird dauern, bis dieses Land eine neue Regierung bekommt. Und die womöglich irgendwann erzielten Kompromisse werden nicht für vier gemeinsame Regierungsjahre belastbar sein.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen