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Kein Heim ersetzt die Familie

Eberhard Mannschatz über die Sozialpädagogik in der DDR, Makarenko und die internationale Community

  • Von Frank Schumann
  • Lesedauer: ca. 8.0 Min.

Es hat in der DDR nur einen einzigen Lehrstuhl für Sozialpädagogik gegeben, Sie waren der einzige Professor für diesen Fachbereich. Was ist aus diesem nach der Wende geworden?

Da es in Berlin drei solcher Lehrstühle gab - an der Humboldt-Universität im Osten und jeweils einen an der Freien Universität und der Technischen Universität im Westen -, war man 1991 der Auffassung, dass einer zu viel sei. Eine nicht unbedingt falsche Einschätzung. Der an der Humboldt-Universität wurde jedoch nicht einmal evaluiert, sondern schlicht geschlossen. Ich wurde, keineswegs unfroh, mit 64 Jahren emeritiert, zwei Kollegen ebenfalls, zwei andere Mitarbeiter wurden von der TU übernommen.

Was mich wundert ist der Umstand, dass in der DDR diesem Zweig der Pädagogik so wenig Aufmerksamkeit gewidmet worden ist. Oder täuscht der Eindruck?

Keineswegs. Das hing mit dem Wunderglauben zusammen, dass mit dem weiteren Voranschreiten der sozialistisch...


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