Werbung

Hehre Ziele zum Jubiläum

Hundert Jahre Handball und umfassendes Reformpaket

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Der Bundestag des Deutschen Handballbundes (DHB) hat zum Auftakt des Jubiläums »100 Jahre Handball« in Berlin die Weichen für die Zukunft gestellt und mit einem Reformpaket eine neue Zeitrechnung im deutschen Handball eingeläutet. Erfreut nahm Verbandspräsident Andreas Michelmann das »schönste Geschenk« zu seiner Wiederwahl entgegen: Hassan Moustafa, Chef des Weltverbandes IHF, hatte die frohe Botschaft von der bevorstehenden Einigung über eine Live-Übertragung der Frauen-WM im Free-TV überbracht. Am heutigen Montag soll laut Moustafa ein entsprechender Deal mit dem Rechteinhaber beIN Sports abgeschlossen werden.

Auch sonst gab es in Berlin durchweg positive Nachrichten. Mit der Verabschiedung des Reformpakets »Perspektive 2020+« und der bedeutendsten Satzungsänderung in der Verbandsgeschichte schuf der DHB am Vorabend des Jubiläums »100 Jahre Handball«, das am Sonntag mit einem Festbrunch gefeiert wurde, die Basis für eine weitere Professionalisierung sowie wirtschaftliche und sportliche Erfolge.

»Wir wollen die erfolgreichste Handballnation der Welt werden«, hatte der 58-jährige Michelmann verkündet und entsprechend ehrgeizige Ziele ausgerufen. Die Männer sollen bei allen kommenden Großveranstaltungen eine Medaille und bei Olympia 2020 in Tokio Gold holen, die Frauen bei der Heim-WM im Dezember mindestens das Halbfinale erreichen und bei Olympia eine Medaille gewinnen.

Um die vielfältigen Aufgaben erfolgreich bewältigen zu können, verpasste sich der DHB eine moderne Struktur. Der Verband wird neben dem zehn Personen umfassenden Präsidium künftig von einem fünfköpfigen Vorstand geführt, der für das operative Geschäft zuständig ist. Ihm gehören Axel Kromer (Leistungssport), Paul Specht (Finanzen), Thomas Zimmermann (Marketing und Kommunikation) sowie Mark Schober (Generalsekretär) an. Die fünfte Stelle ist noch zu besetzen.

»Wir können sehr froh darüber sein, dass wir uns für die Zukunft so aufstellen«, sagte Generalsekretär Mark Schober. »Wir sind damit Vorreiter unter den deutschen Spitzensportverbänden.« Das Präsidium hofft, mit dem Beschluss die Professionalisierung des Verbandes weiter voranzutreiben. Zudem sollen Aufgaben und Verantwortung zwischen Spitzenverband, Landes- sowie Regional- und Ligaverbänden deutlicher zugeordnet werden. Hauptaufgabe des DHB ist in Zukunft die Weiterentwicklung der Nationalmannschaften sowie die Trainerausbildung und die Nachwuchsförderung im Leistungsbereich.

Die größte Baustelle sei die rückläufige Mitgliederentwicklung. Hier bedarf es größter Anstrengungen auch der Regional- und Landesverbände und Vereine. Bis 2020 soll die Zahl auf über 800 000 steigen. dpa/nd

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!