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»Früher waren wir die Bösen«

Einst wurde vor »Terroristenfreunden« in Wehringhausen gewarnt, nun werden Migranten zu Sündenböcken gemacht

  • Von Sebastian Weiermann
  • Lesedauer: ca. 6.5 Min.

Im Buchladen Quadrux sitzt Kerstin Sack regelmäßig hinter der Theke. 1978 hat sie den Laden mitgegründet. Der Quadrux ist ein linker Buchladen wie aus dem Bilderbuch. In den Regalen gibt es Kategorien wie Ökologie, Antifaschismus und Globalisierung. Gegenüber der Kasse hängen Magazine und Zeitschriften: zum Beispiel »Arranca«, die Zeitschrift der Interventionistischen Linken, und »Frings«, dass Magazin des katholischen Hilfswerks Misereor. Der Buchladen ist fest im Stadtteil verankert. Wenn in dem Viertel etwas entschieden werden muss, sind die Leute, die den Buchladen betreiben, dabei.

Das sei nicht immer so gewesen, erzählt Kerstin Sack. In den 1970ern und 1980ern habe es geheißen, »in Wehringhausen wohnen die Terroristenfreunde«. Nun sitzen die Menschen, die den Buchladen betreiben, genauso wie Vertreter des Vereins Roter Stern Wehringhausen oder des Kulturzentrums Pelmke selbstverständlich in der Stadtteil-Konferenz, in Händle...


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