Werbung

Senat stockt Mittel für Air Berlin auf

Der Berliner Senat will eine Transfergesellschaft für bis zu 1200 Verwaltungsangestellte von Air Berlin mit einer Millionensumme mitfinanzieren. »Das Land Berlin wird einen Zuschuss von bis zu 11,5 Millionen Euro dazugeben«, bestätigte eine Sprecherin der Senatsverwaltung für Arbeit am Montagabend. Die Auffanggesellschaft für den Betriebsteil Boden sei für bis zu sechs Monate ausgelegt, mit der Finanzierungszusage könne das Unternehmen diese nun gründen. »Die Summe steht ab sofort bereit«, sagte die Sprecherin.

Die Fluggesellschaft hatte im Sommer Insolvenz angemeldet. Am Freitag landete das letzte Flugzeug in Tegel. Neben den Verwaltungsangestellten sollen auch die Mitarbeiter der Techniktochter vorübergehend in einer Transfergesellschaft unterkommen. Sie sind dort freiwillig angestellt, werden teils weiterqualifiziert und dann in neue Jobs vermittelt. Zwar bekommen sie weniger Geld als zuvor, müssen sich aber nicht arbeitslos melden und gewinnen Zeit für die Stellensuche.

Air Berlin hatte zum Zeitpunkt des Insolvenzantrags Mitte August rund 8000 Beschäftigte. Bis vor zwei Wochen hatten schon mehr als 600 von ihnen das Unternehmen verlassen. Mehr als 2000 Mitarbeiter der Air-Berlin-Töchter Luftfahrtgesellschaft Walter (LGW), Niki, Leisure Cargo und Air Berlin Technik werden von den Käufern direkt übernommen. Weitere 2300 Stellen sind bei den Käufern ausgeschrieben. Insgesamt können etwa 1700 Kollegen in eine Transfergesellschaft wechseln. dpa/nd

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!