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Dass das Bäckerhandwerk in einer tiefen Krise steckt, hat vielfältige Gründe. Und die sind sogar international. Ist doch schon die Definition des Produktes Brötchen diffizil - aus Weizen, Roggen, Dinkel, mit Mehr-Körnern, Sesam oder Kürbiskernen, mit Sternenmuster oder klassisch zweigeteilt, dafür aber ohne Konservierungsmittel, von der freundlichen Verkäuferin ausgehändigt oder tausendmal im Supermarktregal berührt? Belegt oder pur, mit Butter oder Margarine, Marmelade, Zwiebelmett oder veganem Glibber?

Noch schwieriger wird es bei der Verwendung: Frühstück im Bett oder am Tisch, Brotzeit, Jause, Mittagspause, Wurfgeschoss? Bei Letzterem ist Vorsicht geboten. Dem Hongkonger Aktivisten half es vor Gericht nicht, dass er eigentlich einen Politiker und keinen Polizisten treffen wollte und es sich bei der Backware nach seiner Ansicht nicht um ein Brötchen, sondern um eine stinkende Fischsemmel handelte. Alles eine Frage der Definition. sat

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