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Kulturstadtvertrag soll Weimars Status sichern

Thüringer Kultusminister: »Es gibt nicht mehr Geld, aber wir verpflichten uns, die Finanzierung aufrecht zu erhalten«

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Weimar. Seit Monaten heiß diskutiert und immer wieder verschoben: Der Kulturstadtvertrag zwischen dem Land Thüringen und der Stadt Weimar. Am Mittwoch unterzeichneten Kulturminister Benjamin-Immanuel Hoff (LINKE und Oberbürgermeister Stefan Wolf (SPD) in Weimar den Vertrag über die Kulturstadtfinanzierung - allerdings unter Vorbehalt. Er muss noch am 8. November vom Stadtrat bestätigt werden. Der Vertrag enthält alle Leistungen, die Land und Stadt etwa für Klassik Stiftung, Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, Deutsches Nationaltheater und Kunstfest zahlen werden.

Wolf sieht darin ein Bekenntnis des Landes für die 65 000 Einwohner zählende Stadt, die alljährlich von Hunderttausenden Touristen profitiert, aber auch mit Millionenbeträgen Einrichtungen wie Klassik Stiftung, Nationaltheater oder Kunstfest mitfinanzieren muss. Das führte unter Einwohnern und Stadträten in der Vergangenheit öfter zu Diskussionen, ob Mittel nicht gekürzt werden sollten.

»Weimar ist unbestritten Kulturhauptstadt Thüringens und bundesweit«, sagte Hoff. »Es gibt nicht mehr Geld, aber wir verpflichten uns, die Finanzierung aufrecht zu erhalten.« Besonders wichtig sei ihm, dass gleichzeitig die offene Flanke zum Finanzierungsanteil der Stadt für die Klassik Stiftung geschlossen werden konnte. Weimar werde sich auch künftig jährlich mit zwei Millionen Euro am institutionellen Haushalt, etwa für das Goethe-Nationalmuseum, beteiligen. Das Land stocke seinen Betrag von derzeit rund elf Millionen Euro bis 2021 jährlich um eine halbe Million auf. Der Bund werde jeweils den gleichen Betrag beisteuern.

Dem Deutschen Nationaltheater gibt die Stadt für den laufenden Betrieb einen jährlichen Zuschuss von 5,25 Millionen Euro und beteiligt sich an den Tarifsteigerungen für die Mitarbeiter. Das Land finanziert das Traditionshaus mit 19,76 Millionen Euro pro Jahr. Das Kunstfest als vierte Sparte des Theaters wird ebenfalls weiter in bisheriger Höhe gefördert. dpa/nd

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