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Für Tom Tykwer muss sich die Übernahme der Präsidentschaft der Berlinale-Jury 2018 anfühlen, als träte er ein Heimspiel an. Schließlich hat der Regisseur, Drehbuchautor, Produzent und Komponist bereits 1992 seinen Kurzfilm »Epilog« in der Reihe »Panorama« beim Berliner Filmfestival vorgestellt. Damals arbeitete Tykwer noch als Filmvorführer im Berliner »Moviemento« - jenem Kino, in dem er seit 1988 fürs Programm zuständig war - und studierte Philosophie. Zehn Jahre und den Durchbruch mit »Lola rennt« später lief Tykwers Film »Heaven« dann nicht mehr in einem Nebenprogramm der Berlinale, sondern eröffnete 2002 das Festival - so wie sein »The International« 2009. Kein Wunder also, dass der 52-Jährige die Berlinale schon lange als »mein Lieblings- und mein Heimatfestival« bezeichnet.

Doch auch zu seiner »echten« Heimat im Ruhrgebiet pflegt der Vater eines sechsjährigen Sohnes noch Verbindungen: Seinen ersten Film nach dem »Lola«-Urknall, »Der Krieger und die Kaiserin« (2000), inszenierte er in seiner Geburtsstadt Wuppertal.

Gerade hat er dem Berlin der 20er Jahre ein schillerndes Denkmal gesetzt, ein Streich, der ihm besonders gelungen ist: Mit »Babylon Berlin« hat Tykwer (mit Ko-Regisseuren) eine so abgründig-brutale wie politisch-intelligente Produktion geschaffen - also endlich eine deutsche TV-Serie, die international mitreden kann.

»Er hat in einer Vielzahl filmischer Genres sein herausragendes Talent und seine innovative Handschrift gezeigt«, begründet Berlinale-Direktor Dieter Kosslick denn auch seine Wahl. Dieser Satz mag wie eine PR-Stanze klingen, doch er trifft zu: Tykwer, der schon mit elf Jahren seine ersten Super-8-Filme drehte, ist tatsächlich extrem vielseitig und unberechenbar bei der Wahl seiner Filmstoffe - aus denen hat er bereits poppige Jugenddramen, internationale Finanzthriller und überladene Literaturverfilmungen geschaffen. Besser kann man als Berlinale-Juror, der verschiedenste Genres bewerten soll, kaum vorbereitet sein.

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